Zeckenbiss was tun - wie Ihr Eure Kinder schützen könnt | Furnart Blog

Das Wetter lockt alle vor die Tür in die Natur. Spielen, Toben und auf Bäume klettern macht den Kleinen Spaß. Es gibt jedoch auch Dinge in der Natur, die nicht nur schön sind. Ich hasse alles was irgendwie klein und fies sein kann. Zecken gehören dazu. Was tun, wenn die kleinen Biester zugebissen haben und gibt es etwas zur Vermeidung? 

Ich halte mich für ziemlich unerschrocken und bin im Grunde genommen ein positiver Mensch, gemäß dem Motto was kann schon passieren. Doch bei Zecken hört die Freundschaft auf. Das liegt zum großen Teil daran, dass ich beim dem Überqueren einer Wiese irgendetwas absondere, von dem alle Zecken magisch angezogen werden. Ich habe jeden Sommer mindestens zehn Zeckenbisse und ich hasse es. Mein Körper reagiert immer mit einem heftigen Juckreiz der noch ewig anhält. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass ich bei dem Thema Zecken und Kinder in eine "Hab Acht Stellung" gehe.

Kann Vorsorge getroffen werden - gibt es wirksamen Zeckenschutz?

Einen sicheren Schutz gibt es nicht - außer nicht rausgehen. Im Prinzip können Zecken überall sitzen. 

Zecken fallen jedoch nicht, wie viele Menschen glauben, von den Bäumen. Die Tiere, die der Gattung der Spinnen angehören, machen es sich hauptsächlich auf Gräsern, in Büschen und im Unterholz des Waldes bequem. Leider können Menschen nicht so, wie z. B. Hunden eine Tablette zum Schutz gegeben werden.

Am einfachsten wird das Kind durch lange Hosen und mit langen Ärmeln geschützt. Es empfiehlt sich darüber hinaus die Hosen in die Socken zu stecken, die Zecken sind dadurch gezwungen die Kleidung aufwärts zu krabbeln. Helle Kleidung ist besonders gut, da fallen Zecken besser auf und können gut gefunden werden. 

Wichtig ist, dass die Kleinen nach dem Besuch in der Wildnis unmittelbar auf einen Zeckenbiss hin abgesucht werden. Die in der Regel am häufigsten von Zecken besuchten Stellen sind: Kniekehlen, Arme, Kopf und Hals. Die Wahrscheinlichkeit einer Infektion steigt mit der Länge der Haftzeit am Körper. Wenn also nicht direkt nach dem Besuch im Grünen abgesucht wird, ist das tägliche Absuchen mehr als nur empfehlenswert. 

Gibt es gegen den Zeckenbiss etwas aus dem Chemie-Baukasten?

Im Grunde sind alle Mittel, die es so gibt Mittel gegen Mücken. Das heißt sie sind auch nur eingeschränkt gegen Zecken wirksam. Diese haben in der Regel eine theoretische Wirksamkeit von maximal vier Stunden. 

Es gibt jedoch auch noch sogenannte natürliche Mittel. Diese basieren auf ätherischen Ölen und wirken ca. zwei Stunden. Eine grundlegende Voraussetzung ist der reichliche und flächendeckende Auftrag. Diese Mittel sind als Pumpsprays erhältlich und können somit auf Haut und Kleidung gleichermaßen aufgetragen werden. Passt beim einnebeln auf Mund, Augen und sonstige Schleimhäute auf.

Eine weitere Möglichkeit sind chemische Tools zum Zeckenschutz

Chemische Mittel können für Körper und Kleidung eingesetzt werden. 

Chemische Mittel für die Kleidung wirken so, dass die Tiere quasi heiße Füße bekommen und die Kleidung schnell verlassen wollen. Diese Stoffe sollten jedoch nicht angewandt werden, wenn die Kinder noch gelegentlich an der Kleidung nuckeln. Es gibt Mittel die bis zu vier Wochen in der Kleidung verbleiben auch wenn diese bei bis zu 40 Grad gewaschen werden. 

Es gibt also eine Menge Methoden und Mittel, um Kinder vor den Folgen von Zeckenstichen zu schützen. Zahlreiche Mücken- und damit auch Zeckenabwehrmittel für den stundenweisen Einsatz sind für den kurzen Aufenthalt im Freien auf dem Markt. 

Wesentlicher weil langfristiger Schutz ist nur gegeben, wenn mit Kleidung getragen wird die mit dem Insektizid Permethrin imprägniert ist. Zecken verkrümeln sich, wenn sie mit damit versehenen Klamotten in Berührung kommen.

Wie diese Mittel heißen lässt sich leicht durch herausfinden. Ich bin immer ein großer Freund der Apotheke, dort wird einem mittels guter Beratung immer geholfen.

Was wenn es doch passiert ist?

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es passieren, dass doch einmal eine Zecke zu sticht. Auf jeden Fall nicht in Panik geraten. Das verunsichert die Kinder, die durch den Juckreiz eh schon gepeinigt sind noch mehr. 

Elementar bei der Entfernung einer Zecke ist ein geeignetes Hilfsmittel. Es wird empfohlen der Zecke mit einer speziellen Zeckenzange oder einer Zeckenkarte auf die Pelle zu rücken. Eine normale Pinzette tut es, vorsichtig gehandhabt, jedoch auch. Wichtig ist, dass die Zecke bei dem Entfernen nicht zerdrückt oder zerquetscht wird. In diesem Falle könnten gefährliche Körperflüssigkeiten aus einer infizierten Zecke auf das Kind übertragen werden. Um das zu vermeiden, muss die Zecke möglichst körpernah mit den Hilfsmitteln gegriffen werden. Die Zecke muss im besten Fall so langsam wie möglich aus der Haut gezogen werden. Es wird empfohlen, sich 20-30 Sekunden Zeit zu lassen und nur mit gleichmäßigen Zug zu arbeiten. Durch ruckartige Bewegungen könnte das Tier kaputtgehen und der Kopf verbleibt in der Haut. Das ist jetzt nicht so schlimm wie es sich anhört, meist ist es der Stechapparat, dieser wird mit der Zeit selbständig abgestoßen.      

Wenn Unsicherheiten bestehen, würde ich zum Arzt gehen. 

Was auf keinen Fall gemacht werden darf, sind irgendwelche sogenannten Hausmittel anzuwenden. Öl, Milch, Quark, Klebstoff, Alkohol oder Nagellackentferner dürfen jederzeit wo anders Anwendung finden, jedoch nicht auf der Zecke - Niemals! Die Erhöhung der Infizierung durch Erreger wird nur in die Höhe getrieben. 

Nach dem Zeckenstich muss gründlich beobachtet werden. 

Das Kind muss auf Hautausschläge untersucht werden, das können erste Symptome für gefährliche Krankheiten sein. Bei einer sogenannten Borrelien-Infektion kommt es in der Regel zu einer Hautinfektion in der Umgebung des Stiches. Dieser kann innerhalb von 3 bis 20 (!) Tagen auftreten. Wenn es zu einer Veränderung kommt, muss unbedingt der Arzt aufgesucht werden. Der Kinderarzt entscheidet dann, ob eine Borreliose-Erkrankungen vorliegt und eine Antibiotika-Behandlung notwendig ist.

Auch wenn Fieber oder unklare Symptome auftreten, muss der Arzt aufgesucht werden. Kurz gesagt ist irgendetwas komisch - einen Arzt aufsuchen ohne Wenn und Aber.

Und zum Schluss

Kinder gehören in die Natur und müssen draußen spielen. Es ist unsinnig sich und die Kids verrückt zu machen. Eine Vorsorge über die Klamotten Auswahl und die Behandlung derer ist sinnvoll und muss gemacht werden. Wenn das berücksichtigt wird steht einem Sommer voller Abenteuer in der Natur nichts im Wege. 

In diesem Sinne, eine gute Zeit! 

 

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