Weihnachtsplätzchen mit Kindern backen | FURNART Blog

In Ermangelung einer Oma, die in der Regel das notwendige Wissen um die beste Plätzchen Rezepte besitzt, hatte ich das dringende Bedürfnis mit meinen Kindern leckere Weihnachtsplätzchen zu backen und diesem Spaß zu frönen. Leider fehlten mir durch diverse Umzüge in der Vergangenheit, sämtliche Materialien zur Durchführung dieses Vorhabens. Schritt eins - vor der Auswahl des ultimativen Rezeptes bestand in der Besorgung der Grundmaterialien. Zum Ausstechen der Plätzchen werden Formen benötigt, diese müssen selbstverständlich etwas mit Weihnachten zu tun haben. Um Enttäuschungen vorzubeugen, habe ich meine dreijährige Tochter zur Beratung bei der Auswahl der Formen einfach mitgenommen. Dachte ich zumindest. Im Supermarkt, am entsprechenden Regal angekommen, wurden wir von der schieren Anzahl an möglichen Formen überwältigt. Ich hatte Plätzchen-Klassiker im Kopf, mein Kind jedoch mehr so Autos, Tiere und Blumen. Ich: "Oh der Weihnachtsmann ist ja niedlich", Kind: "ich will nen Bus". Immer schön wenn es Raum für Diskussionen gibt. Ich wieder: " Du, es ist doch Weihnachten...", Kind: " ... oder den Pilz". Nach etlichem hin und her einigten wir uns auf die Formen für Weihnachtsplätzchen-Klassiker, einen Bus und eine Ananas. Nun konnte es an die Besorgung für den Teig gehen. Einige Zutaten für schnelle Weihnachtsplätzchen hatte ich auf Chefkoch gelesen und gemerkt:

  • Mehl 
  • Ei
  • Butter
  • Vanillezucker
  • gemahlene Mandeln
  • Lebensmittelfarbe
  • eine Zitrone

und zum Verzieren - Schokolade. 

Den Zutaten zu folge, schien es ein einfaches und leckeres Rezept zum Backen für Plätzchen im Advent zu sein. Wenn das gut ging wollte ich mich natürlich steigern. Ich träumte von Walnuss-Plätzchen, Kokosmakronen oder Zimtsternen. Diese hatte meine Großmutter zur Perfektion gebracht und in der Adventszeit im Kreise der Familie kredenzt. Aber bis dahin schien der Weg sehr weit, da ich in Sachen Weihnachtsgebäck noch blutjunger Anfänger war. Das sollte sich nun ändern. 

Zu Hause angekommen stieg die Vorfreude auf das Plätzchen Backen bei meinem kleinen Kind ins Unermessliche. Auch mein großer Sohn, schien am Backen ein gewisses Interesse zu hegen. Er stand schon mit dem IPhone in der Küche und erklärte mir, welche Weihnachtsplätzchen gerade die beliebtesten seien. Laut seiner Recherche lag ich mit den Ausstechplätzchen richtig gut. In verschiedenen Umfragen rangierten diese Weihnachtsplätzchen auf Platz eins unter den beliebtesten Rezepten. Somit konnte eigentlich nichts mehr schief gehen. Mein Plan, so viele Plätzchen zu backen, so das ich für sämtliche Mitglieder der Familie ein Geschenk in Form von selbstgemachten Weihnachtsgebäck zur Hand habe. 

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen waren, konnte es los gehen. Meine persönliche Checkliste sah so aus:

  1. Küchentisch freiräumen
  2. Schauen das nix runterfallen kann
  3. Tisch mit Backpapier bekleben damit ich danach besser sauber machen kann
  4. Den Hund daran hindern runtergefallene Teigreste zu futtern
  5. Blech suchen, finden und mit Backpapier belegen

Auf Los ging es los. Der Teig war leicht geknetet und die Hände aller beteiligten Kinder waren schnell mit Teig bematscht. Die Augen meiner Liebsten leuchteten und dann und wann wurde der mehr oder weniger gesunde und recht süße Teig genascht. Gesund sieht anders aus. Aber es sollte ja kein Grundnahrungsmittel entstehen, sondern eine besonderes große Anzahl von Weihnachtsplätzchen zum Verschenken.

Nachdem die Zutaten ordentlich verknetet waren, konnten wir anfangen eine glatten Teig zum Ausstechen zu rollen. Das ging mit Hilfe der Kinder besonders einfach - nicht. Für kleine Kinderhände ist es schon eine ganz besondere Herausforderung den Teig wirklich glatt und auszurollen. Aber auch das war nach einigem Hin und Her gut gemeistert. Nun konnte es an den Backvorgang gehen. Der Backofen hatte schon seit längerem die notwendige Betriebstemperatur erreicht und so konnten wir anfangen die Plätzchen knusprig zu backen. Eine halbe Stunde später lagen die ersten leckeren Plätzchen warm, knusprig und duftend auf der Küchen anrichte. Das war bisher jedoch nur der halbe Spaß.

Jetzt stand das Verzieren auf dem Plan. Auch das war in wenigen Minuten geklärt. Einfach den Puderzucker mit dem Saft einer Zitrone vermengen und die Lebensmittelfarbe dazu geben. Sollte nach dem Kosten noch etwas übrig sein, mit einem Pinsel den bunten Belag auf die Weihnachtsplätzchen streichen. So schnell konnten leckere Plätzchen entstehen. Ich kann im Nachhinein nicht mehr verstehen, dass ich jemals für Weihnachtsplätzchen Geld ausgegeben habe. Natürlich wurden auch eine beachtliche Menge an Plätzchen mit Schokolade verziert sehr zur Freude der Kinder, die die warme Schokolade ausgiebig kosteten. 

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Es ist natürlich darauf hinzuweisen, das mein Weihnachtsplätzchen Rezept Zucker enthält und nicht dafür geeignet ist rund um die Uhr gegessen zu werden. Ich schreibe das auch nur, weil meine lieben Kleinen das nicht natürlich nicht auf dem Schirm hatten. Die dachten jetzt gibt es nur noch Plätzchen...

Der Ordnung halber schreibe ich das Rezept hier nochmal komplett zusammen: 

  • 600 g Mehl 
  • 200g Puderzucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 400 g weiche Butter

So sieht die geordnete Zubereitung aus:

Die gesamten Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten und kurz kaltstellen. Den Herd mit Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig auf einer mit Mehl bestreuten Tischplatte dünn ausrollen und mit Plätzchen Formen ausstechen. Im Anschluss die rohen Weihnachtsplätzchen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die Plätzchen nun für zirka 15 - 30 Minuten bei 100° backen. Es ist empfehlenswert die Zeit gemeinsam vor dem Ofen-Fenster zu verbringen, damit sie nicht zu dunkel werden!

Belag mit Zuckerguss: 80 g Puderzucker mit 2 EL Zitronensaft zu einer dickflüssigen Masse verrühren. 

Belag mit Schoki: Blockschokolade im Wasserbad erhitzen und auf den Plätzchen verteilen.

Natürlich haben wir noch weitere Weihnachtsplätzchen gebacken - auch ein Klassiker und eine sehr einfaches Rezept - die Vanillekipferl:

  • 280 g Mehl
  •  100 g geriebene Mandeln
  •  80 g Puderzucker
  • 200 g weiche Butter
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • zum Wenden Puderzucker und Vanillezucker

Und so wird es was:

Die gesamten Zutaten vermischen und schnell zu einem glatten Teig kneten. Den Teig mit Klarsichtfolie umwickeln und 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Während dessen den Puderzucker mit dem Vanillezucker zum Wenden in einer Schüssel gut vermischen und beiseite stellen. Den kühlen Teig in Portionen teilen und die kleinen Stücke zu Rollen mit circa 2 Zentimeter Durchmesser formen. Kleine Stücke abschneiden, zu einem Halbkreis legen und auf ein, mit Backpapier ausgelegtes, Blech platzieren. Bei 170° etwa 15 Minuten backen. Die Vanillekipferln sind sie fertig, wenn sie anfangen zu bräunen.

Die Plätzchen herausnehmen und kurz abkühlen lassen, bevor sie in der Puder- Vanillezucker Mischung gewendet werden. Jedoch Obacht: ist das Kipferl noch zu heiß, zerfällt es, ist es zu kalt, hält der Zucker nicht mehr. 

Ich wünsche viel Spaß beim Backen und freue mich auf Euer Feedback. 

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