Vintage im Kinderzimmer | Furnart Blog

Vintage ist cool, Vintage ist hip. Doch woher stammt dieser Trend und gibt es so etwas auch für das Kinderzimmer? Mögen Kinder diesen Style oder kommen die Begehrlichkeiten eher aus der Welt der Erwachsenen? Ich weiß es nicht, daher ist das genau der Grund sich damit einmal zu beschäftigen. 

Ich habe wirklich keine Ahnung wann ich das erste Mal über den Begriff Vintage gestolpert bin. Ich dachte auch immer Retro und Vintage sind ein und das selbe. Doch weit gefehlt es gibt kleine aber feine Unterschiede. 

Vintage was ist das eigentlich?

Laut Google Translate bedeutet Vintage, Jahrgang, Weinlese bzw. Lese. Aha na toll, hat also was mit saufen zu tun. Der Begriff entstammt eigentlich dem französischen (Vendange) und kommt auch dort aus der Weinterminologie. Genauer gesagt ist damit ein besonders guter Jahrgang bzw. ein besonders erlesener Wein gemeint ist. Wie? Was hat das mit Möbeln zu tun?

Aus dieser Bedeutungsvariante hat jemand die Bezeichnung übertragen und es werden heut zu Tage ganz allgemein Gegenstände älteren Datums gemeint. Diese Gegenstände besitzen zu meist eine besondere Wertigkeit - wie alte Weine.

Damit können jedoch im Grunde mehrere Dinge so z. B. Möbel oder Fahrzeuge gemeint sein. Bekannt geworden ist der Begriff jedoch erst als Stilbezeichnung in der Mode. Bezeichnet wurden damit also Kleidungsstücke, Accessoires oder Schmuck. Es wird jedoch unterschieden zwischen wirklich alten Stücken aus den 1930er bis 1970er Jahren und solchen Dingen, die nur scheinbar alt also neu sind. Diese Dinge zeichnen sich dann durch ein bewusst herbeigeführtes Altern, dem sogenannten Vintage-Stil bzw. Shabby Chic aus. Bei Klamotten können das Risse sein oder bei Möbeln scheinbar abgerubbelte Kanten welche jedoch mit Schleifpapier behandelt wurden. Auf jeden Fall spielt Holz bei den Möbeln wieder eine große Rolle. 

...und was ist dann bitte der Retro-Stil und wie sieht dieser aus?

Dieser Trend lässt die 1950er und 1960er Jahre wiederaufleben. Die Möbel werden jedoch nicht einfach nur kopiert, sondern die Klassiker von einst werden mit den Stilelementen von heute kombiniert. In der Regel besitzen diese Möbel geschwungene, fast schon organische Formen. Jedem fällt dabei sicherlich zuerst Omas Nierentisch aus alten Zeiten ein, dieser ist heute mit seinem zeitlosen Design und in allen möglichen Farbvarianten wieder voll im Trend. Die Kombination von natürlichen, rustikalen Materialien und filigranen, reduzierten Formen, sind für die Beliebtheit dieser Möbel verantwortlich. 

Durch die Erklärung was das Ganze ist, erschließt sich mir jedoch noch nicht warum alle darauf stehen.

Wodurch konnte dieser Trend entstehen?

Im Grunde läuft das Ganze in dem gesamthaften Kontext in der sich ein großer Teil der Konsumierenden gerade bewegt. Überall entstanden Manufakturen für irgendwas. So wuchsen nachhaltige Modelabels, Biermanufakturen usw. aus dem Boden. In der doch recht schnelllebigen, globalisierten Zeit versuchen sich viele Menschen mit Individualität von den Mitmenschen abzugrenzen. Individualität, die durch Handarbeit und einer persönlichen Note einen Gegenpol zu den durch internationale Großkonzerne auf den Markt gebrachten Konsumgütern bietet. So fingen Menschen an, nicht nur neue Dingen zu konsumieren, sondern sich auf Flohmärkten und in Gebrauchtwarenbörsen Gebrauchtes zu kaufen. Dinge die gebraucht und nach einem oder mehreren Leben aussahen. Dieser Trend wurde jedoch ganz gut von z. B. der Möbelindustrie adaptiert und so entstanden Produkte, die durch allerlei Technik bereits mit usedlook versehen vom "Fließband rollen". Denn selbst wenn die Möbel künstlich auf alt getrimmt wurden, bieten sie ein nostalgisches Gefühl von Charakter und gelebten Leben. Wenn dann noch ganze Setting von Tapete bis hin zu Samt-Vorhängen passt, kann sich stilvoll in die "vergangenen Tage" begeben werden. 

Was für die Erwachsenen gut ist, passt bestimmt auch für die Kinder. 

Dachten sich zumindest schlaue Möbelhersteller und so gibt es auch eine ordentliche Anzahl an Möbeln im Retro, Vintage oder Shabby Chic Stil. So können sich Erwachsenen ganz nach Belieben ihr Traumkinderzimmer, egal welcher Couleur, zusammenstellen. Das Ganze kann dann natürlich bequem aus dem Sessel heraus, ohne Flohmarkt Besuch, auf dem Tablet zusammengestellt werden. Diese Möbel sind dann natürlich entsprechend hochwertig und die Eltern müssen nicht Hand an die guten Stücke legen, um diese altern zu lassen.

Egal welcher Stil für die Einrichtung des Kinderzimmers präferiert wird, auf bestimmte wesentliche Dinge sollte natürlich auch hier geachtet werden. 

1. Die Farbe

Weiße Möbel sorgen für ein freundliches Zimmer, das auch noch großräumig wirkt. Ruhige und pastellene Farben schaffen eine entspannte Atmosphäre. Es kann auch sehr schön wirken, wenn ein halbhoher Spiegel gestrichen wird. Was auch ganz witzig ist, Tapeten in einem schönen Design wirken auch immer sehr hochwertig. Verzichtet werden sollte jedoch auf zu viele Farben.  

2. Funktionalität

Auch wenn die Sehnsucht nach der perfekten Deko und dem emotional ansprechenden Design groß ist, Kindermöbel müssen funktional sein. Ordentliche Schubladen und am besten mitwachsende Möbel sorgen für langen Spaß im Kinderzimmer. 

3. Sicherheit

Die Möbel mögen im schönsten Shabby Chic gehalten sein, blöd wenn sich die kleinen Racker ständig die Nase blutig hauen weil alles wackelt und nicht richtig passt. Sicherheit steht an erster Stelle. Möbel für das Kinderzimmer sollten geprüft sein und die entsprechenden Siegel aufweisen. 

Wie immer auch die Stil-Wahl ausfällt oder ob im Stil bunt gemischt wird, auf diese Punkte sollte geachtet werden.

Im Grunde genommen ist es egal was und welcher Stil. Das Zimmer sollte Eure und die Ideen der Kinder vereinen. Der Stil steht im Hintergrund - ein Kinderzimmer sollte liebevoll gestaltet werden und die Liebe der Eltern zu den kleinen Bewohnern ausdrücken. Ich glaube, dass alle die sich hier auf diesen Seiten rumtreiben genau das im Sinn haben, das Kinderzimmer zu einem besonderen Raum für besondere Kinder zu machen. 

In diesem Sinne - viel Spaß beim Gestalten. 

 

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