Stubenhocker zur Winterzeit? Nicht mit uns! | FURNART Blog

In der kalten Jahreszeit muss man sich mit Kindern nicht zwangsläufig zu Hause verkriechen. Wir haben jede Menge Ideen für tollen Winter-Spaß! 

Auch wenn ich es lange nicht war haben wollte, der Sommer ist wirklich vorbei und der Herbst hat auf Grund lang andauernder Kälte das Land fluchtartig verlassen. Ich sage es laut und deutlich: ich hasse den Winter! Ja, werden jetzt einige sagen, es ist doch ganz schön, so richtig knackige Kälte, Schnee und sowieso die Abende vor dem Kamin. Ja nix ist. Ich habe keinen Kamin, Schnee in der Stadt ist total doof und Kälte kann mir echt gestohlen bleiben. Das ist auch nichts Tolles dran. Konnten wir eben noch schön lange auf dem Spielplatz schaukeln, wippen und buddeln ist es jetzt bereits, Zeitumstellung sei dank, 16 Uhr dunkel. 

"Ich sage es laut und deutlich: Ich hasse den Winter!" 

Als wenn das nicht genug wäre, gibt es ein Wechselbad der Sinne, überall wird versucht den fehlenden Sommer mit ordentlicher Heizungswärme zu bekämpfen - draußen jedoch sind ungemütliche drei Grad. Also ständig falsch angezogen. Aber meiner kleinen Tochter macht das irgendwie gar nichts aus. Sie ist auch in der Winterzeit immer vergnügt, liebt das Schaukeln auf dem Spielplatz an der frischen Luft - auch bei Nieselregen. Ich fühle mich hingegen draußen wie im Kampf gegen die Natur. Stets und ständig auf der Lauer vor dem nächsten noch so vermeintlich großen Kälteeinbruch, der ja zu dieser Jahreszeit, der Winterzeit, eigentlich nichts besonderes wäre.

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Den kleinen macht das Wetter nichts aus. Da muss ich mir drigend was abschauen.

Natürlich gibt es auch Spaß zu erleben, also wenn man auf Menschenmassen steht. Der Weihnachtsmarkt. Etwas Zeit dort zu verbringen könnte schön sein, meistens jedoch auch irgendwie nervig, weil zu voll. Aber es gibt für die ganze Familie etwas zu sehen. Besonders schön sind natürlich Märchenthemen, die die Kleinen nicht nur zur Kenntnis nehmen sondern von dort quasi nicht mehr weg zu bekommen sind.

Aber irgendwann ist Weihnachten vorbei und somit ist die Möglichkeit auf den selbigen Markt zu gehen nicht mehr vorhanden. Dann kann nur gehofft werden, dass die Mutter Natur gnädig mit den Eltern umgeht und ein bisschen Schnee auf die Erde sendet. Dann besteht mit viel Glück die Möglichkeit, den heimischen Park an der frischen Luft, mit dem Schlitten unsicher zu machen und das Rodeln nicht nur in der Theorie zu vermitteln bzw. auf der Playstation zu üben. Spannend wird es wirklich, wenn ein Schneemann gebaut werden kann. Ambitionierte Eltern können hier üben, was Gendering wirklich bedeutet. Eine geschlechtsneutrale Schnee Figur muss erstmal erschaffen und das Wieso, Weshalb, Warum vermittelt werden. 

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Herausforderungen des 21. Jahrhunderts: Genderneutrale Schneefiguren

Eine weitere Möglichkeit, bei sinkenden Temperaturen keine Budenkoller in den heimischen Wänden zu bekommen, sind Indoorspielplätze. Vom Baby über das Kleinkind bis hin zur ganzen Familie können dort alle Spaß haben. Das gilt nicht immer für die Eltern. Mein erster Besuch gestaltetet sich so, dass ich bereits nach fünf Minuten das Gefühl hatte ich muss dringenden an die frische Luft. Der Lärm war ohrenbetäubend, es roch nach Kinderpups, Pommes Schranke und die Luftfeuchtigkeit lag irgendwo zwischen türkischem Dampfbad und tropischen Regenwald. Das Kind hatte Spaß, ich hatte Probleme mit dem Hier und Jetzt. Ich will nicht despektierlich klingen, aber meins ist das nicht! Nach zwei Stunden, meine innere Uhr hatte bereits aufgegeben und mein natürliches Zeitgefühl war auf und davon, hatte mein Kind genug und wir konnten aus der fröhlichen Hölle wieder in die klare kalte Winter Luft. Plötzlich liebte ich den Winter und das kalte Winterwetter. Morgens im Winter mit dem Fahrrad das Kind in die Kita zu fahren war göttlich. Das Erlebnis hatte mich so nachhaltig geprägt, dass ich mir von nun an nichts besseres mehr vorstellen konnte als ein sibirisches Hoch in den heimischen Gefilden. Das Gefühl hielt leider nicht lange an: beim drei Stunden später bei einsetzendem Regen verfluchte ich diese Jahreszeit wieder.

Einen Versuch mich mit dem Winter anzufreunden, wollte ich noch starten. Winterurlaub! Das sollte toll werden, Kinder die tagsüber vergnügt im Schnee tollen und heimelige Abende in der Skihütte vor dem Kamin. Der Winter von seiner besten Seite.

"Der Winter von seiner besten Seite" 

Um es kurz zu machen, ja es war toll. Mein erster Winterurlaub im Schnee war grandios und seit nun fast zehn Jahren fester Bestandteil der Winterferien. Urlaub mit Schlittenfahren und Skiern, wo sonst geht das so gut wie in den Bergen, in der freien Natur. Aber hier hat sich mein Vorurteil nur bestätigt, der Winter, die coole Sau gehört genau hierher! In der Stadt, im täglichen Dasein, auf dem Weg zur und von der Arbeit kann ich den Winter nicht gebrauchen, da träume ich immer noch von der globalen Erderwärmung und das Kälte mit maximalen 15 Grad Celsius neu definiert wird. Ziemlich egoistisch und überhaupt nicht ökologisch korrekt, aber hier darf ich meine geheimen Fantasien einmal kundtun. 

In diesem Sinne wünsche ich einen entspannten Winter und eventuell einem schönen Urlaub im Schnee!

 

 

 

 

 

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