Sommer, Sonne, Sonnenbrand - Der beste Sonnenschutz für Kinder | Furnart Blog

Endlich es ist Sommer und die Sonne lacht jeden Tag auf uns hernieder! Doch Obacht die Sonne meint es nicht nur gut mit uns. Gerade bei Kindern und kleinen Babys muss auf den Hautschutz besonders geachtet werden.

Ich habe es so herbeigesehnt, für mich kann es nicht warm genug sein, ich kann dem Winter nix abgewinnen. Meine Kinder kommen ganz nach mir, sobald die Sonne da ist, werden sie zu den totalen draußen Kindern. Am liebsten toben und spielen sie den ganzen Tag im Freien und sind am Abend nur schwer ins Haus zu bekommen. Okay eigentlich nur meine kleine Tochter, der Große hängt sich in den Schatten sofern die WLAN-Abdeckung ausreichend ist und der ganz Große ist auch eher der Gemütliche. Eine Sache allerdings eint sie alle drei, sie hassen Sonnencreme. Ich kann argumentieren, reden und schimpfen - nichts nutzt. Keiner ist freiwillig bereit die so notwendigen Sonnenschutzmittel aufzutragen. Dabei ist es notwendiger als je zuvor, die Anzahl derer die an Hautkrebs erkranken steigt jährlich an. Doch wenn ein paar Tipps beachtet werden, ist bei richtiger Benutzung der Sonnenschutz aus der Tube ziemlich sicher.

Das Wichtigste zuerst!

Gerade die Haut von Säuglingen und Kleinkindern ist besonders empfindlich, denn die schützende Hornschicht der Kinderhaut ist wesentlich dünner als bei uns Großen. Die UV-Strahlung kann dadurch ­leichter in tieferen Hautschichten eindringen. Die UV-Strahlung ist für die empfindliche Kinderhaut quasi der Lord Voldemort unter den Strahlen. Der UV-Eigenschutz der Haut muss sich in den ersten Lebensjahren noch entwickeln und ausbilden. Das hört sich nicht so toll, so sollen ja eigentlich die lieben Kleinen jede Gelegenheit nutzen um sich im Freien auszutoben und ordentlich Spaß haben. 

Um den Feind zu kennen gibt es zunächst eine kleine Strahlenkunde....

Im Grunde genommen nehmen nur einen sehr kleinen Teil der Strahlung, die durch die Sonnen entsteht war. Das Licht bzw. die Lichtstrahlen sind der wahrnehmbare Teil. Der Teil der Strahlen, den wir auf der Haut wahrnehmen, sind die Infrarotstrahlen denn diese erzeugen die Wärme auf unserer Haut. Einen großen Teil der Strahlen nehmen wir jedoch nicht wahr, da wir sie weder sehen noch fühlen können. Die gemeinen, bösen Strahlen sind die UV-Strahlen. Diese unterteilen sich in UV-A und UV-B

UV-A Strahlung

UV-A Strahlung ist für zuständig für die Bräunung der Haut. Obgleich sie weniger Energie besitzt, dringt sie in die tieferen Hautschichten ein. Wenn sie dort ihr Unwesen treibt, wirkt sich das in Form einer beschleunigten Hautalterung aus. Man kennt sicher die sonnengegerbten Gesichter von Menschen die im freien Arbeiten müssen und der Sonne täglich ausgesetzt sind. Diese Menschen haben in der Regel nicht nur eine tiefbraune Haut sondern besitzen auch ordentlich Falten. Diese entstehen durch die UV-A Strahlung. aber nicht nur eine faltige Haut ist in unserer auf Jugend getrimmten Welt das Problem, diese Strahlung ist krebserregend.

UV-B Strahlung

UV-B Strahlung besitzt mehr Energie. Dadurch ist diese für den Sonnenbrand verantwortlich.

Ihr erinnert Euch doch sicherlich daran, als in der Vergangenheit mehr und mehr auf FCKW geachtet wurde. Dies wurde deshalb getan, weil das schädliche Treibhausgas die Ozonschicht zerstört. Die Ozonschicht schützt genau vor diesen UV-B Strahlen. 

Infrarot-A

Infrarot-A macht in etwa 30% des Sonnenlichts aus. Auch diese Strahlungsart ist für Hautschäden verantwortlich.

Wovon die wenigsten Kenntnis haben ist, dass der auf den Verpackungen abgebildete Lichtschutzfaktor sich rein weg auf den UV-B Filter bezieht. Auf der gewählten Kinder-Sonnencreme muss zwingend der Hinweis zum Schutz vor UV-A vorhanden sein, nur dann ist der Schutz vor beiden UV-Filtern gewährleistet.

Wie sieht jetzt der richtige Schutz aus?

Um wirklich sicher zu gehen sollte die Sonnen eigentlich gemieden werden. Jedoch ist nicht nur die direkte Sonneneinstrahlung schädlich, sondern auch bei vermeintlich schattigem Wetter ist Vorsicht angesagt. Eincremen sollte auch bei bedecktem Himmel angesagt sein. Fest steht darüber hinaus, dass ein Baby nichts in der Sonne zu suchen hat. In den ersten zwölf Lebensmonaten sollte ein Kind keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt werden. 

Folgende Punkte sollten beachtet werden: 

  • ein Baby gehört in den Schatten 
  • Auch ein Sonnenschirm, eine Markise bzw. ein Sonnensegel schützen das Baby nicht vor Überhitzung
  • Das Baby gehört nicht eingecremt, die empfindliche Haut des Wonneproppens wird dadurch nur unnötig belastet

 

Aber auch bei Kindern im Vorschulalter ist Vorsicht die Mutter der Porzellankiste. Die Haut von Kindern hat noch nicht die Fähigkeit schnell und ausreichend Pigmente zu produzieren. Pigmente gelten als körpereigener Schutz vor den UV-Strahlen, entwickeln sich jedoch erst mit den Jahren. Sonnenbrand muss auf jeden Fall vermieden werden. 

Kinder sollten Mittagshitze zwingend vermeiden und zum Spielen im Sommer am besten sonnen gerechte Kleidung tragen, die einen UV-Filter besitzen. 

Sonnen gerechte Kleidung 

Den besten Schutz vor Sonnenstrahlung bieten Kleidungsstücke. Am besten wäre es Beduinenlike - vom Kopf bis zum Fuß. Das ist natürlich unrealistisch, dass was Kinder auf jeden Fall tragen sollten, ja geradezu müssen ist eine Kopfbedeckung! Diese sollte so gestaltet sein, dass Nacken und Gesicht bedeckt ist. Das heißt einen ordentlichen Schirm und einen Nackenschutz. Kleidung in der Sommersonne sollte luftig geschnitten sein und auf jeden Fall viel vom Körper bedecken. Lange, weite Hosen und Longsleves sind für die Kids ideal. Darüber hinaus gibt es seit einiger Zeit Klamotten aus Stoffen die UV-Schutz bieten. Diese unterscheiden sich in Stoffen mit Imprägnierung und Stoffe die mittels spezieller Webtechnik Schutz vor der Sonne bieten. 

Das gleich gilt übrigens auch beim Baden. Auch hier ist am besten auf UV Schutz bei der Klamotten-Wahl zu achten. Ich nehme für meine Tochter, diese hat leider extrem sensible Haut, am Strand immer einen mit UV Schutz versehenen Neopren Anzug. Der schützt nicht nur vor der Sonne, sonder auch vor dem Auskühlen. Meine kleine Badenixe kühlt immer recht schnell aus. 

Sonnenmilch und Co

Um die für die kleinen und großen Wichte die richtige Sonnencreme zu verwenden, sollte zunächst einmal analysiert werden welchen Hauttyp das Kind eigentlich hat. Ich habe dazu meine Kinderärztin befragt und eine valide Aussage bekommen. Nichts wäre blöder, wenn der Sonnenschutz gekauft wird und das Kind passt nicht zur Sonnencreme. Das könnte einen Sonnenbrand zur Folge haben, der ja eigentlich vermieden werden sollte. 

Bei der Auswahl der Sonnencremes wird unterschieden zwischen Sonnenschutzmitteln mit chemischen UV-Filtern und Sonnenschutzmitteln mit einem Mineralisch / physikalischen UV-Filter

Beide Filter-Sorten haben Vor- bzw. Nachteile.  

Chemischen UV-Filtern 

Vorteile:

Nachteile: 

  • dringen schnell in die Haut ein
  • sorgen für ein angenehmes Hautgefühl
  • Kleben nicht
  • haben keine weißen Rückstände
  • sind preiswert
  • meistens 30 Minuten Wartezeit vor dem Gang in die Sonnen
  • sind nicht photostabil, d. h. werden unter Sonneneinstrahlung zügig zersetzt
  • häufiges Nachcremen
  • lösen häufig allergische Reaktionen aus 


Mineralisch / physikalischen UV-Filter

Sind in meinen Augen die bessere Wahl.

Vorteile: 

Nachteile:

  • lösen keine bis kaum Allergien aus
  • sind photostabil, es dauert bis sie unter Sonneneinstrahlung zersetzt werden
  • sind nicht so angenehm auf der Haut
  • erzeugen in der Regel einen weißen Film auf der Haut


Wie sieht denn nun das Fazit zu den Cremes aus?

Cremes für Kinder haben alle insgesamt einen höheren Sonnenschutzfaktor, ist ja klar! Ich würde auf jeden Fall Sonnencreme mit Mineralischem / physikalischem UV-Filter vorziehen. Auch wenn sie weniger gut einziehen und einen weißen Film auf der Haut hinterlassen, sind diese meiner Meinung nach unbedenklicher. Darüber hinaus würde ich immer schauen das ich im Naturkosmetik Regal auf die Suche nach Sonnencreme für die Kleinen gehen - im Übrigen auch für mich selbst. Auch wenn ich dabei tiefer in die Tasche greifen muss, das ist mir die Haut meiner Kinder wert. Man muss sich ja mal überlegen was chemische UV-Filter bedeuten - es ist pure Chemie, die dann in die Haut einzieht. Hört sich irgendwie spooky an - oder? 

Für meine Tochter kaufe ich in der Regel Sonnencreme von Ladival. Maggy hat Neurodermitis und somit eh schon sehr empfindliche Haut. Diese Sonnencreme ist dafür gut geeignet. Darüber hinaus ist es die einzige, die gegen Infarot A Strahlung schützt.

Und was wenn es zu spät ist? 

So. Jetzt ist also doch etwas schiefgegangen, das Kind war bei Spielfreunden und hat sich nicht eingecremt und der Sonnenbrand ist da. Hier ein paar SOS-Tipps.

Ein erstes Signal ist die leicht gerötete Haut. Diese wird sich nach ein paar Stunden weiter röten und später für ein brennendes Hautgefühl sorgen. Die Entzündung der Haut ist also da. Am wichtigsten keine Panik verbreiten und das Kind in Angst und Schrecken versetzen. Schmerzen werden am ehesten mit Aloe Vera oder After Sun Produkten bekämpft. Meine Eltern sprühten mir in solchen Fällen Dexapanthenol auf die entsprechenden Stellen. Das gibt es heute noch. Dort wo der Sonnenbrand besonders schlimm ist sollte die Haut frei liegen. Im schlimmsten Fall helfen kalte Umschläge mit kaltem Wasser und Apfelessig. Wichtig, die Sonne sollten  erst einmal gemieden werden.

Übrigens, meine Oma versuchte immer alte Hausmittel ins Spiel zu bringen. Milchprodukte gehören in den Bauch und nicht auf die Haut - einfach nicht machen.

Sollte Fieber und Übelkeit entstehen gehen sie am besten sofort zum Arzt. Damit ist nicht zu Spaßen. Ich habe lange Zeit in einer Notfallambulanz gearbeitet und selbst einmal erlebt, wie Kinder leiden, wenn sie zu lange in der Sonne waren und niemand auf Sonnenschutz geachtet hat. Wirklich schlimm. 

Resümee

Sonnenschutz ist unerlässlich, besonders für Kinder. Es muss in Zukunft noch mehr als den je darauf geachtet werden. Auch wenn meine Kinder mit den Cremes auf Kriegsfuß stehen, da müssen sie durch. Am besten ist es natürlich wie in vielen anderen Fällen auch, wir Eltern müssen es vorleben und Vorbilder sein. Dann wird das Eincremen zur wichtigen Normalität. 

In diesem Sinne einen schönen sonnigen Sommer.

 

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