Ostern mit Kindern | Furnart Blog

Ostern mit Kindern. Für die meisten Kinder zählt Ostern neben Weihnachten zu den wichtigsten Festen. In der Regel werden nicht nur bunte Ostereier gesucht bzw. gefunden, sondern auch das ein oder andere Geschenkt liegt bunt verpackt im Garten unter der Hecke. Das Ostern aber aus mehr als nur Geschenken und bunten Eiern besteht, möchte ich in diesem Beitrag beleuchten und hübsche Ideen für das Fest im Frühling liefern. 

Zum Thema Ostern fallen den meisten Menschen Ostereier ein. Auch ich als ostdeutscher Heide, hatte eigentlich bis zum ersten Osterfest mit meinen Kindern keine genauen Vorstellungen woher die Idee mit den Ostereiern kam. Sicherlich wusste ich, dass Ostern mit der Auferstehung des Herrn zu tun hat, wieso weshalb und warum war mir lange Zeit so ziemlich egal. Schande auf mein Haupt.

Papa, warum feiern wir Ostern und wieso gibt es den Osterhasen?

Diese Frage stellt mir irgendwann einmal mein Sohn und ich konnte in dem Moment nicht wirklich antworten. Also begann ich mich mit dem Thema näher zu beschäftigen. 

Ostern zählt zu dem religiösen Highlight im Jahr. Woher der Name "Ostern" stammt ist zu hundert Prozent geklärt. Es wird vermutet, dass er sich von dem Wort Austro, welches im frankogällischen für "Morgenröte" stammt ableitet. Die "Morgenröte" könnte für den Ostermorgen stehen oder irgendein anderes, älteres heidnisches Fest. Das Wort wurde im Laufe das Jahrhundert immer weiter entwickelt und somit ist die Herkunft nicht ganz geklärt. 

Gefeiert wird auf jeden Fall die Auferstehung Jesu von den Toten. Daraus begründet sich das zentrale Motiv und das Fundament des christlichen Glaubens. Jesus Auferstehung, also der Sieg des Lebens über den Tod, steht bei den Christen als Sinnbild für das ewige Leben. Daher wird das Osterfest als Neuanfang und das Fest der Hoffnung bezeichnet und verstanden. 

Wie so jetzt aber der Osterhase und die Ostereier? 

So richtig klar, wo der Ursprung zu finden ist, ist nicht wirklich geklärt. Ein möglicher Erklärungsansatz ist, dass der Hase das Symbol der Fruchtbarkeitsgöttin war. Der Hase war schon von jeher für seine Triebhaftigkeit bekannt und somit lag die Nähe zum Symbol für Fruchtbarkeit quasi auf dem Tisch. Da Ostern im Frühling stattfindet, zählte man eins und eins zusammen. Die Kirche nutzte einfach die bestehende, heidnische Ikonographie und besetzt den Osterhasen als Sinnbild für die Auferstehung. Im Grunde nichts weiter als eine gute Marketingstrategie.

Nun noch die Ostereier. 

Eier galten schon im alten Babylon, Ägypten und Persien als Symbol für Fruchtbarkeit und Leben. Auch hier liegt die Verbindung mit der christlichen Symbolik nahe. Es wird vermutet, dass im Fall von Osterhase und Ostereiern einfach zwei verschiedene Ideen mit demselben Inhalt zusammenkamen. Im Grunde ist das also das absolute Superlativ für Fruchtbarkeit, wenn der Osterhase die Ostereier bringt. 

Dieser Superlativ sorgte für einen wunderbaren Osterbrauch und tolle Bastelideen.

Das Verschenken von bemalten Ostereiern soll Glück bringen und wurde sogar der Geschichtsschreibung zufolge, bereits in Gräbern aus dem vierten Jahrhundert als Grabbeigabe verwendet. 

Was passiert mit den Ostereiern?

Bei meiner kleinen Tochter steht das Ausblasen der Ostereier hoch im Kurs. Leider breche ich mir dabei immer einen ab und es klappt nie so richtig gut.

Wie macht man es also richtig?

Um die passende Osterdeko aus Eiern herzustellen werden zunächst Eier benötigt. Ich bin großer Fan von richtigen Bio-Eiern und besorge mir diese in meinem Lieblings Bioladen. Benötigt werden eine Menge Eier. Erstens geht das ein oder andere kaputt und zweitens hat man auch gleich ein Geschenk für die lieben Verwandten. So ein von Kinderhand bemaltes Osterei findet immer gern Verwendung und wird freudig von den Omas und Opas bestaunt. Das Auspusten geht am besten so.

Entweder es wird richtig lange, kräftig mit dem Mund in das kleinere Loch an der Eier Spitze gepustet, bis sich der Inhalt vollständig in die Schüssel entleert hat. Die coolen Pros unter den Eier-Pustern verwenden einen Strohhalm. Dieser wird gekürzt und angespitzt. Nun das spitze Ende in die obere Öffnung des Eies stecken und los. Die ausgepustete Masse kann dann schon einmal für ein ordentliches Rührei beiseite gestellt werden. Wichtig ist, dass die Eier gründlich ausgespült werden. Dazu taucht man das Ei vollständig in eine Schüssel mit Wasser und lässt es vollständig vollaufen. Beide Öffnungen zu halten und richtig schütteln. Das Ganze muss ein paar Mal wiederholt werden, bis das Osterei sauber ist. Sonst gibt es eine böse Überraschung, wenn das Innere nach ein paar Tagen zu faulen beginnt und einen strengen Geruch entwickelt. 

Am Schluss werden die Eier noch schön bemalt. Mit kleinen Kindern macht das ganze einen riesen Spaß. Die ausgeblasenen Eier werden einfach nach Herzenslust betupft, gestreift oder einfach nur uni mit Farbe angemalt. Wichtig ist es das die Eier schön glänzen. Dazu werden die fertig getrockneten Ostereier schön mit Speck abgerieben. Das mit dem Speck gilt natürlich auch für die gekochten Eier. 

Zu einem gelungenen Osterfest gehört natürlich auch Kuchen.

Am liebsten mag ich den Kuchen, den meine russischen Freunde zu den Osterfeierlichkeiten mitbrachten. Den Kuchen finde ich so lecker, dass ich das Rezept an dieser Stelle teilen möchte. Der Kuchen heißt Kulitsch und benötigt folgende Zutaten:

·       375 g Mehl 

·       1 EL Zucker 

·       Ei 

·       1/2 TL Salz 

·       1/2 Würfel (21 g) frische Hefe 

·       Döschen gemahlener Safran 

·       200 ml Milch 

·       30 g Butter oder Margarine 

·       50 g gehackte Mandeln 

·       50 g Rosinen 

·       EL Rum 

·       50 g Kandierte Früchte 

·       50 g Orangeat 

·       Fläschchen Vanillearoma 

·       Fett und Backpapier 

·       Form 

·       große Konservendose 

·       125 g Puderzucker 

·       3-4 EL Zitronensaft 

·       kandierte Früchte

Die Zubereitung muss so aussehen:

 

Mehl, Zucker, Ei und Salz in eine Schüssel geben. Hefe und den guten Safran in lauwarmer Milch auflösen. Das Fett zerlassen. Beides nun zum Mehl-Gemisch geben und mit den Knethaken des Mixers zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten.

Das Ganze zugedeckt an einem warmen Ort ungefähr 30 Minuten gehen lassen. In der zwischen Zeit Mandeln goldbraun rösten. Nun die Rosinen mit Rum beträufeln. Die kandierten Früchte, Orangeat, Vanillearoma, vorbereitete Mandeln und die Rosinen ordentlich vermengen.

Den Teig nun nochmals gut durchkneten. Dabei die vorbereitete Mischung gleichmäßig unterarbeiten. Eine gefettete und mit Backpapier ausgelegte Konservendose (1062 ml Inhalt; ca. 15 cm Höhe) etwa 3/4 mit dem Teig füllen.

Aus den Resten des Teiges kleine Ostereier formen. Nochmals ca. 20 Minuten gehen lassen (bei der Dose sollte der Teig leicht über den Dosenrand stehen). Alles auf das Backblech stellen und im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/ Gas: Stufe 2) ca. 1 Stunde backen.

Nach 15-20 Minuten die Teigeier herausnehmen. Kulitsch und Eier etwas abkühlen lassen. Puderzucker und Zitronensaft verrühren und gleichmäßig darüber verteilen. Nach Belieben mit kandierten Früchten verzieren.

Fertig!

Zum Osterfest gäbe es eigentlich noch viel mehr zu schreiben. Abschließend kann ich jedoch nur sagen, es ist für mich das schönste Fest. Das Beisammen sein, die Natur und das Gefühl des Neuanfangs im Jahr macht das Fest in meinen Augen einzigartig. 

In diesem Sinne frohe Ostern!

 
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