Ökologische Kindermöbel - Kindermöbel und Nachhaltigkeit | Furnart Blog

Kinder verbringen viel Zeit in ihrem Zimmer und haben jede Menge Spaß in ihren eigenen vier Wänden. Von daher ist es besonders wichtig, dass die "eigenen" vier Wände sicher im Bezug auf Schadstoffe und die Möbel gut verarbeitet sind. Worauf muss geachtet werden und was ist dazu wesentlich zu wissen. 

Kinder verbringen den Großteil ihrer Zeit zu Hause, in ihrem Zimmer. Das ist der Platz zum Spielen, Lernen und Schlafen. Von daher ist es besonders wichtig, dass das Zimmer den besonderen Ansprüchen hinsichtlich Raumklima und Sicherheit gerecht wird. Die Qualität der Raumluft im Kinderzimmer hat enormen Einfluss auf das Wohlbefinden und letztlich auf die Gesundheit des Kindes.

Was dem diametral gegenübersteht scheint klar auf der Hand: giftige Lacke, chemische Leime und preiswerte Kunststoffe. Diese ganzen Dinge finden sich recht häufig in preiswerten Kindermöbeln. Diese verpesten dann mitunter auf Jahre hin die Raumluft in den Gemächern der Kleinen. Nachhaltige Möbel sind da oftmals die einzige Alternative. Denn nicht allzu selten sind die giftigen Stoffe in den eigenen Wänden verantwortlich für Allergien und Krankheiten. 

Im Grunde bleibt an dieser Stelle nichts weiter übrig als zu schauen, dass die Möbel hinsichtlich Emissionen und Geruch geprüft wurden. Nachhaltige Möbel, die also nach ökologischen und sozialen Kriterien hergestellt wurden, enthalten keine nervenden Stoffe. Im Idealfall wurden diese Möbel auch so produziert, dass der Herstellungsort und der Händler nicht all zuweit entfernt liegen. Ein weiterer Vorteil, die mittelständischen Betriebe in Deutschland oder dem unmittelbaren europäischen Ausland werden unterstützt. In der EU gelten Standards die von den Händlern eingehalten werden. Darüber hinaus werden im Sinne des kontinuierlichen Verbrennungsprozesses die Standards stetig ergänzt und erweitert.  

Holz, Holz und nochmals Holz

Erst der natürliche Rohstoff Holz macht das Zimmer der Kinder besonders behaglich und gemütlich. Richtiges Holz ist in meinen Augen die erste Wahl bei Kindermöbeln. Natürlich muss darauf geachtet werden woher das Holz stammt - am besten aus Nachhaltiger Forstwirtschaft. Nachhaltige Forstwirtschaft beschreibt ein Nutzungskonzept. Dieses zeichnet sich im Wesen dadurch aus, Ressourcen so zu nutzen, dass keine bleibenden Schäden entstehen und auch unseren nachfolgenden Generationen in gleicher Weise zur Verfügung steht. Nachhaltigkeit steht für Selbstbeschränkung, Disziplin und Maßhalten. Es ist das komplette Gegenprogramm zur rücksichtslosen Ausbeutung einer Ressource - in diesem Fall Holz.   

Wenn wir also in anderen Bereichen auch auf Nachhaltigkeit und ressourcensparendes Verhalten achten warum dann also nicht auch bei den Möbeln unserer Kinder. 

Da bereits in meinem Artikel zu Holzspielzeug meine Affinität zu dem natürlichen Werkstoff zum Ausdruck kam, brauche ich an dieser Stelle nicht weiter Erwähnen, dass ich bei der Wahl meiner Kindermöbel auf natürliche Materialien und heimische Hölzer achte.

Woran erkennen wir gute Holzmöbel bzw. nachhaltige Kindermöbel. 

Eine verbindliche Definition habe ich nicht recherchieren können. Jedoch gibt es verschiedene Siegel bzw. Labels, die für nachhaltige Möbel und nachhaltiges Wirtschaften stehen. 

Die wichtigsten habe ich kurz zusammengetragen:

1.  Blauer Engel

Dieses ist das älteste Umweltschutz-Kennzeichen mit dem Ziel eine freiwillige Kennzeichnung von ökologischen Produkten und Dienstleistungen zu erreichen. Es unterstützt den Strukturwandel in der Wirtschaft in Richtung Nachhaltigkeit.

2.  FSC-Siegel

FSC steht für Forest Stewardship Council. Der Mensch und die Natur sollen verantwortungsbewusst behandelt werden. Das Siegel bezieht sich nur auf Packungs- und Produktbestandteile die aus dem Wald stammen.

3.  Öko-Control

Öko-Control ist eine Tochter des Europäischen Verbands ökologischer Einrichtungshäuser e.V. Dieses ist ein Zusammenschluss von 50 Möbelhändlern mit dem Ziel mehr Sicherheit und Zusammenarbeit bei dem gesunden Einrichten zu erreichen. Das Label steht für verschieden Produkte (Öko-Control Holz, Öko-Control Polster, Öko-Control-Bezugstoffe).

4.  GS-Siegel

Das GS-Siegel steht für "Geprüfte Sicherheit" und wurde durch den TÜV-Rheinland entwickelt. Geprüft wird die Materialqualität und die Ergonomie der Bauteile.

Der TÜV-Rheinland hat noch ein weiteres Prüfzeichen. Mit dem Prüfzeichen "Schadstoffgeprüft" kann nachgewiesen werden, dass Produkte nach strengen Anforderungen geprüft wurden.

Darüber hinaus ist der TÜV Rheinland in nationalen und internationalen Ausschüssen für Möbel vertreten, wie dem Ausschuss des European Committee for Standardization: Technical Committees (CEN TC 207 - und in ISO TC 136).

5.  Goldenes M

Das "Goldene M" ist ein Siegel der Deutschen Gütegemeinschaft (DGM). Sofern ein Händler geprüft wurde, darf er damit Werbung machen, dass er Möbel mit dem Gütezeichen führt. Das Siegel zeichnet nicht nur die Qualität des Produktes aus, sondern sorgt im Grunde auch für Sicherheit bei den Verbrauchern.

Quelle: Lexikon der Nachhaltigkeit

Wenn also Eure Möbel der Wahl mit einem dieser Siegel gekennzeichnet sind, dann könnt ihr mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass alles super ist.

Welche Tipps sollten bei der Wahl der Kindermöbel sonst noch beachtet werden?

Bei der Wahl der Kindermöbel sollten natürlich ein paar grundlegende Dinge beachtet werden.

1.    Sicherheit

Wie eigentlich überall sollte das Thema Sicherheit oberste Priorität haben. Möbel sind für Kinder dann sicher, wenn es keine scharfen Ecken und Kanten gibt und die Möbel standfest und kippsicher sind.

2.    Ergonomie

Die Ergonomie sollte sich an die wachsenden Kinder anpassen. Höhenverstellbare Tische und Stühle sind die beste Wahl.

3.    Funktionalität

Kinderzimmermöbel müssen in jedem Fall praktisch sein und viel Stauraum besitzen. Gerade die abgefahrenen Ideen, Hochbetten im Prinzessinnen-Style und krasse Rennautos können wahnsinnig praktisch sein. Denn diese besitzen in der Regel dann auch ordentlich Stauraum.

4.    Design

Das Aussehen spielt natürlich eine wesentliche Rolle. Auch wenn Kinder natürlich Möbel in den abgefahrensten Farben mögen, sind diese dann relativ schnell out. Suchen sie eher Möbel in den Farben aus, dass diese auch noch mit in die Pubertät gerettet werden können. Nachhaltigkeit in ganz kleinem Stil sozusagen.

So und nun?

Nachhaltigkeit hin oder her. Ich weiß das Kindermöbel dieser Art nicht gerade preiswert sind, auch sollte aus den einzelnen Punkten kein Dogma gemacht werden. Wichtig ist immer, dass die Kinder das Kinderzimmer haben, in dem sie sich wohlfühlen können. Ich kenne keine Eltern, die darauf Bock haben in einem Zimmer zu schlafen wo es nach Lack und Leim riecht. Mit gesundem Menschenverstand und ein bisschen Gefühl und Liebe werdet ihr genau das Zimmer aussuchen, das zu euren Kindern passt.

 

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