Kinderfasching | FURNART Blog

Bald ist es wieder soweit, die fünfte Jahreszeit steht vor der Tür - Karneval. Für Kinder ist Kinderfasching eines der schönsten Feste. Verkleiden und in die Haut einer geliebten Figur schlüpfen. Kinder lieben Fasching!

Ich war anders. Fasching konnte mir als Kind wirklich gestohlen bleiben. Fasching habe ich gehasst. Das gekünstelte rum Hopsen und gezwungen Witzig sein war wirklich nicht meins. Ein absoluter Graus. Ich weiß noch wie meine Mutter mich in ein Kostüm gezwungen hat. Es sollte der kleine Muck sein. "Oh wie niedlich" rief sie immer wieder. Ich sah aus wie der hässliche Brunder von Quasimodo. 

Dabei wäre ich gern der coole Junge mit einem coolen Faschingskostüm gewesen. Pirat, Cowboy oder wenigstens Eisenbahn-Schaffner - nein der kleine Muck musste es sein! Verdammt. 

Aber woher kommt eigentlich Karneval?

Die alten Germanen glaubten an Dämonen. Jedes Jahr im Frühling wurde ein wildes Fest gefeiert, bei dem die bösen Geister des Winters vertrieben werden sollten. Nach der kalten, dunklen Jahreszeit mit so viel Frieren, Frost und Schnupfen hatten sie keine Lust mehr auf Trübsal blasen und depressiv rumsitzen. Das Fest war geprägt von lautem und bunten Treiben. Die Menschen setzten sich grauenvolle Masken auf ihre Gesichter und machten mit Schellen, Rasseln und Trommeln einen Höllenkrach, um die Wintergeister in die Flucht zu schlagen.

Aber springen wir wieder in die Jetztzeit. Ich hasse noch immer Karneval. Wenn erwachsene Menschen sich benehmen wie die letzten Vollhonks, trinken bis zur Ohnmacht, sexistische Lieder singen und allen anderen Unsinn fabrizieren - ich bin nicht dabei. Freunde - dieses Fest ist nicht meine Party! 

Meine Tochter liebt Fasching

Das kleine Mädchen ist ganz beseelt und verzückt, wenn sie das Wort Fasching hört. Sie liebt Karneval mit allen Zipp und Zapp. Ein niedliche Verkleidung - natürlich eine kleine Prinzessin, Fee oder ein Einhorn. Schon Wochen vorher wird in der Kita das Fest angekündigt. Die kleinen Mädchen und Jungen werden quasi so aufgeputscht, dass ihnen nichts Anderes übrigbleibt als karnevalverrückt zu werden. Jedoch auch mit einem pädagogischen Hintergrund. Die Kinder dürfen sich mit ihrem Faschingskostüm anders verhalten, als sie es gewohnt sind. Besonders das Ausprobieren und das Schlüpfen in fremde Rollen ist etwas, das zu einer guten Entwicklung beiträgt. 

Ganz verrückt wurde es, als ein Kindergartenfreund meiner Tochter uns zum Fasching einlud. Es wurde gebeten, dass sich die Eltern der kleinen Partymäuse ein paar Gedanken zu Spielen und Liedern machten. 

Remmi Demmi - Yippie Yippie Yeah

Das war richtig was für mich, sollte ich doch noch meinen Frieden mit dem närrischen Treiben schließen und eine Faschingsfeier ausrichten? 

Richtig geraten, für meine Kinder mache ich fast alles - auch eine Faschingsfeier mit ausrichten. Also begab ich mich auf die Suche nach ein paar tollen Ideen für den Kinderfasching. Hier sind meine Tipps zum Feiern.

Kinderspiele zur Faschingszeit 

Als erstes recherchierte ich nach Ideen für ein paar Spiele. Als besonders nett empfand ich diese: 

Alle Vögel fliegen hoch

Wie geht das? Stellen oder setzen Sie sich gemeinsam an einen großen Tisch. Bei dem Startkommando „Alle Vögel fliegen hoch“ heben alle Kinder die Arme, um zu zeigen, dass dieses Tier fliegen kann. Als nächstes nehmen Sie immer neue Tiere (Affe, Katze, Kamel, Papagei, Adler, Elefant, Löwe, Fledermaus etc.), die entweder wirklich fliegen können oder eben nicht. Jedes Kind, welches die Arme hebt, obwohl das entsprechende Tier nicht fliegen kann, scheidet aus. 

Luftballontanz

Das ist sozusagen ein Klassiker unter den Faschingsspielen ein Evergreen der mitteleuropäischen Partykultur und noch dazu leicht zu spielen. Zwei Kinder bilden ein Paar und stellen sich gegenüber. Jedes Paar erhält einen Luftballon, den sie zwischen sich einklemmen müssen. Mit welchem Körperteil das geschieht, wird vorher festgelegt (z.B. Bauch, Stirn, Knie, Rücken, Po). Wenn die Musik läuft, tanzen alle Paare wild drauf los. Wenn ein Paar den Luftballon verliert, muss es ausscheiden. Das Siegerpaar ist jenes, welches am Ende als noch seinen Luftballon hat. Egal ob Pirat und Indianer, oder Fee und Cowboy die kleinen Narren haben garantiert ihren Spaß

Stuhltanz

Wie wird es gemacht? Alle Kinder tanzen um Stühle, die in einen Kreis stehen. Die Stuhlfläche zeigt nach außen. Es sind jedoch nicht für alle Kinder Stühle da, einer fehlt. Nun wird angefangen zur Musik um den Stuhlkreis zu wandern. Wenn die Musik stoppt, muss sich jedes Kind auf einen Stuhl setzen, dass Kind welches keinen Stuhl hat muss ausscheiden und darf einen Stuhl mit aus dem Kreis nehmen. Das Ganze geht so lange, bis zum Schluss nur noch zwei Kinder um einen Stuhl tanzen. Gewonnen hat das Kind, welches zum Schluss auf dem Stuhl sitzt. 

Jetzt fehlen nur noch ein paar leckere Rezepte

Wie auf jeder Party muss natürlich der kleinen Feiergemeinde auch etwas Kulinarisches geboten werden. 

Wir Eltern stimmten uns im Vorfeld ab, damit nicht alle das gleiche mitbringen. Ich entschied mich für kalte Schnauze. Damit hatte schon meine Oma zu Kindergeburtstagen die Herzen höherschlagen lassen. 

Das Rezept sieht wie folgt aus:

  • 300 g Kokosfett
  • 125 g Puderzucker
  • 50 g echtes Kakaopulver
  • 3 Ei(er)
  • 2 Pkt. Kekse (Butterkekse)

 

Zubereitung:

Das Kokosfett im Topf schmelzen und abkühlen lassen. Anschließend das Ganze mit dem Puderzucker, dem Kakao und den Eiern glattrühren. 

Eine Kastenform mit Frischhaltefolie auslegen und den Boden dünn mit der Creme bestreichen. Dann abwechselnd die Butterkekse mit der Creme so einschichten, dass der Kuchen mit der Creme abschließt.

Nun im Kühlschrank 2 Stunden kaltstellen. Dann stürzen und in Scheiben schneiden.

Die Party konnte also beginnen. 

Was soll ich sagen es war einfach schön. Meine kleine Prinzessin mit den notwendigen passenden Accessoires war in meinen Augen natürlich die Coolste. Auch die anderen Kinder waren nicht weniger niedlich verkleidet. Alle hatten ihren Spaß. 

Es ist nicht so, dass ich auf dieser Faschingsfeier meinen Frieden mit dem Karneval geschlossen habe, aber ein wenig habe ich meinen Groll aus den Kindheitstagen abgelegt. Es geschehen also doch noch Zeichen und Wunder. 

 

 
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