Apps für Kinder | Furnart Blog

Applikationen kurz Apps genannt sind in der heutigen Zeit auf allen elektronischen Endgeräten zu finden. Sind sie für Kinder Fluch oder Segen? Können Apps "die" Hilfe beim Lernen sein und unterstützt die Technik auf dem Weg zum Digital Native? Ich bin mir noch unsicher wo und wann die kleinen Helferlein bei was auch immer unterstützen können. Gibt es gute und schlechte Apps und wie sehen die Grenzen dazwischen aus? 

Als ich ein kleiner Junge war, war die elektronische Welt für Kinder noch überschaubar. Es gab einen Fernseher, elektrische Spielzeugautos und Bücher. Damit konnte im Grunde genommen nichts schiefgehen, abgesehen vom fernsehen konnte die Gefahr der visuellen Überforderung nicht entstehen. Die meisten Eltern hatten damals mehr oder weniger ein Auge auf den Fernsehkonsum und daher blieben nachhaltige Schäden bei mir und  meinen Altersgenossen aus. 

Aber wie ist es heute? Fernsehen, Spielekonsolen sowohl fest als auch mobil. Darüber hinaus, das wichtigste Gerät zum Daddeln ist das Smartphone bzw. das Tablet. Auf dem Smartphone bzw. Tablet lassen sich Spiele jeglicher Art mit sogar recht ansprechender Grafik zocken. Für jede Alterskategorie ist etwas dabei. Doch ist das auch gut für die Kleinen bzw. ab wann kann es sogar sinnvoll sein, wenn sich die Kids mit diesem Medium beschäftigen. Kann es sogar sinnvoll sein wenn sich die Kids damit beschäftigen um als Digital Native für die Zukunft gewappnet zu sein?

Was ist eigentlich eine digital Native?

Der Begriff wurde von dem Bildungsberater Marc Prensky im Jahr 2001 geprägt. Nach seiner Definition ist ein Digital Native jemand, der in einer digitalen, von Medien gesättigten Welt aufwächst und sich derer Möglichkeiten zu bedienen weiß. Prensky argumentierte, dass Kinder, die Digital Natives sind, bessere Lernvoraussetzungen haben, als sogenannten „Digital Immigrants“ und dass Digital Natives „grundlegend anders denken und Informationen verarbeiten“. Könnte es somit sogar schädlich sein wenn ich mein Kind von den derzeit modernen Medien fernhalte und kann es für die Zukunft ein Nachteil sein wenn es nicht interaktiv unterwegs ist?

Wie viel ist gut und was ist schädlich?

Eine klare Regelung gibt es im Grunde genommen nicht. Eltern sollten grundsätzlich darauf achten was die lieben Kleinen so treiben. Von daher ist es eigentlich so wie bei dem beliebten Thema Fernsehen. Es gilt klare Regeln zu definieren. Für diese Regeln sollte es gelten, dass es Medienzeiten gibt. Diese Medienzeiten müssen sowohl das Fernsehen als auch das Internet umfassen. Es würde nichts nutzen, wenn die Kinder nach der schon üppigen halben Stunde Fernsehen noch eine Stunde im Internet spielen. Das ist für Kinder zu viel - siehe meinen Artikel zum Thema Fernsehen. Auch hier muss ich ehrlich sagen, dass kleinere Kinder - also Kinder unter vier Jahren, im Grunde genommen nur sehr, sehr eingeschränkt mit solchen Medien zu tun haben sollten. 

Gibt es denn geeignete Apps für Kinder und worauf sollte bei der Auswahl geachtet werden?

Natürlich liegt die Auswahl der Apps auch an den Präferenzen der Kinder. Es gibt jedoch eine kleine Checkliste was beachtet werden sollte. Diese Checkliste wurde von Jugendschutz.net erarbeitet und beinhaltet sinngemäß folgende Punkte: 

  • Apps sollten nur von den Eltern selbst heruntergeladen werden.
  • Eltern sollten die Spiele vorher selbst einmal durchspielen und testen.
  • Am besten sollten die Apps auch im Offline-Modus spielbar sein. Offline-Modus an!
  • Beim Spielen sollten Eltern in der Nähe sein.
  • Zwingend Nutzungsregeln erstellen und auch einhalten.
  • App-Käufe mittels Passwort sichern.
  • Das Spiel sollte werbefrei sein und nicht durch das Zukaufen von Creditpoints funktionieren.
  • Persönliche Daten und Verlinkungen auf soziale Netzwerke dürfen nicht notwendig sein. 

Gut! Welche Apps sind es denn nun? 

Ich habe in Vorbereitung des Artikels meine Jungs befragt, Magdalena ist noch zu klein. Obwohl sie quasi nebenher den Umgang mit dem IPad sich einfach abgeguckt hat. Sie darf ab und zu Pepa Wutz auf dem IPad sehen. Eines Tages "erwischte" ich sie, wie sie mit ihren drei Jahren einfach eine andere Folge von Pepa anschaltete. Sie bekam das mit dem Suchen und Wählen einfach so durch abgucken hin. Ich gebe zu das hat mich nicht nur erschreckt, sondern auch ein bisschen fasziniert. Wie leicht könnte es also passieren, dass sie sich etwas "aussucht" was eigentlich noch nicht für sie geeignet ist. Aber zurück zu den besten Kinder-Apps.

An erster Stelle stand zum damaligen Zeitpunkt bei meinen Jungs:

Cut the Rope

Bei Cut the Rope geht es darum, ein Krümelmonster in einem Karton mit Süßigkeiten zu füttern. Die Süßigkeit hängt an einem Seil, das mit Hilfe des Fingers oder der Maus durchgeschnitten werden kann, um es in den Mund des Krümelmonsters zu befördern. Auf dem Weg zum Mund muss der Spieler mit der Süßigkeit drei Sterne einsammeln. Das ganze wird natürlich von mal zu mal schwieriger und ist mit ordentlich Gehirnschmalz verbunden.

Die kleine Raupe Nimmersatt

In der App wechseln sich Textseiten und interaktive Spielseiten ab. Die Geschichten und Erklärungen werden von einem Sprecher vorgetragen. Die Textseiten erzählen dabei die Geschichte der kleinen Raupe Nimmersatt und die abwechslungsreichen Spiele. Die App ist echt pädagogisch wertvoll: Die Textseiten haben zu jeder Zeit einen Natur- oder Sachkunde Bezug und vermittelt lehrreiches Tierwissen. In den Spielen tauchen Zähl- und Merkspiele auf und die Kinder können Auszeichnungen gewinnen. 

Mein Bauernhof – Wimmel App

Mein Bauernhof ist bei weitem kein einfaches Sachbilderbuch. Mit viel Witz und Humor werden  Wimmel-Szenen dargestellt. Kinder müssen kleine Aufgaben erledigen und können Wissen über das Leben erlangen. 

Es gibt natürlich noch zig weitere Angebote für Kinder. Die Applikationen für Kinder müssen nicht immer etwas kosten um gehaltvoll zu sein. Der Markt an kostenlosen Apps ist schier grenzenlos. Es sollten natürlich verschiedene Dingen beachtet werden, wenn die kostenlosen Dinger heruntergeladen werden (siehe oben).

Meine Meinung...

Ich bin ein bisschen ambivalent bei diesem Thema. Zum einen bin ich sehr technikverliebt und finde es schon cool wenn meine Kinder sich spielend mit den Medien auskennen. Ich bin auch der Meinung, dass bestimmte Technik-Skills wichtig sind, um in der heutigen Zeit und vor allen Dingen für die Zukunft gewappnet zu sein. Eine technische Rückentwicklung wird es nicht geben. Wie jedoch bei allen Dingen ist wichtig, mehr als nur ein Auge darauf zu haben was die Kids da treiben. Auch sollten diese Medien nicht als "Abstellgleis" benutzt werden um Kinder ruhig zu stellen. Wichtig ist darüber hinaus, dass die Kinder über das was sie da machen mit den Eltern erzählen können und die Eltern sich für die Spiele der Kinder interessieren. 

Wenn ein paar der Dingen aus dem Artikel beachtet werden, dann sind die Weichen der Kids für eine gute digitale Zukunft gestellt und alles wird gut.

 
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